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Europapodium


Seminarinhalt:

Das Europapodium befasst sich systematisch und interdisziplinär mit aktuellen Kernthemen und Herausforderungen für die Einheit der EU nach der Brexit-Entscheidung 2016. Die Karlspreisverleihung an den englischen Historiker und Europäer Timothy Garton Ash ist Anstoß und Fragezeichen.

Am 23. Juni 2016 stimmten die Briten in einem EU-Referendum für den Austritt aus der EU. Dieser Schritt hat weitreichende Konsequenzen nicht nur für das Mitgliedsland, sondern auch für die Zukunft des ‚Projekts Europa‘. Obwohl die Rolle UKs in der EU historisch problematisch und einzigartig war, offenbarte der Wahlkampf auch Probleme, die andere EU-Staaten betreffen, etwa nationale Egoismen, Fremdenfeindlichkeit, unzureichende oder unsachliche Europa-Kommunikation und fehlende Mobilisierung der Bevölkerung, vor allem der jungen Generation.

Ein zentrales Thema war die Immigration, d.h. auch die EU-Personen-Freizügigkeit, gekoppelt an die aktuelle Flüchtlingspolitik der EU. Europäische Solidarität ist nationalen Interessen gewichen, gemeinsame Lösungen einzelstaatlichen Zielen.

Verbunden mit dem Schutz der britischen Grenzen verschärft die Entscheidung auch die Fragen nach dem Schutz der EU-Außengrenzen, sowie nach europäischen Kompetenzen, Grundrechten und ‚Werten‘.

In anderen Ländern wurde die britische Entscheidung sowohl bedauert als auch bejubelt, letzteres vor allem von Rechtspopulisten, und ein Auseinanderbrechen der europäischen Einigkeit wird ebenso befürchtet wie ein Dominoeffekt für Austrittswillige. Kernfrage ist die nach einer Zukunft der EU ohne die Briten und damit nach einer EU, in der eine Einheit in Vielfalt möglich ist.

Es gibt thematische Inputs durch die Dozentin und Gelegenheit für kürzere Referate durch Studierende, vorrangig sind allerdings interaktive Arbeitsformen, auch in kleinen Studierenden-Gruppen, ein Verständnis für die Themen, die Präsentation von Positionen und Beteiligung an Diskussionen. Dabei werden Anstöße für die eigene Themenfindung ebenso angestrebt wie eine kritische Auseinandersetzung, Praxisorientierung und zukunftsorientiertes Denken bei aktuellen europäischen Fragestellungen.

 

Lehrende:

Frau Dr. Sigrid Fretlöh


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